Hessischer Engagementkongress

In Hessen existiert ein vielfältiges und hohes ehrenamtlich, freiwilliges soziales Engagement. Dabei zeigt sich, dass zum einen eine „verbindende Klammer“ in der allgemeinen öffentlichen Darstellung und zum anderen eine breite Wahrnehmung dieses Engagements in seiner ganzen Vielfalt bisher kaum existiert. Viele Engagierte konzentrieren sich in hohem Maße auf ihren Bereich und übersehen dabei schnell, dass Engagierte in anderen Engagemtentfeldern sich mit ähnlichen Fragestellungen und Rahmenbedingungen beschäftigen.

Vor diesem Hintergrund entstand im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) – in dessen Zuständigkeit sich das soziale Engagement wie in keinem anderen Ministerium in Hessen widerspiegelt – die Idee zum Hessischen Engagementkongress 2019. In Kooperation mit der Hochschule Fulda fand dieser am 25. und 26. September 2019 auf dem Campus der Hochschule in Fulda statt.

Die Hochschule Fulda war zur Ausrichtung des Kongresses ein besonders geeigneter Partner, da hier auch die Qualifizierung von Fachkräften der Sozialen Arbeit angesiedelt ist, die in vielfältiger Weise mit freiwillig Engagierten und ihren Einrichtungen zusammenarbeiten.

Ziel des Hessischen Engagementkongresses 2019 war es, aktuelle Themen des ehrenamtlichen, freiwilligen Engagements aufzubereiten und orientiert an den Praxiserfahrungen der Engagierten und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diskutieren.

Dazu sollen diejenigen, die in Ehrenamt und Freiwilligenarbeit selbst Verantwortung tragen oder als Fachkräfte mit Engagierten zusammenarbeiten oder als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu den Herausforderungen des Engagements forschen, den Kongress gemeinsam gestalten. Interessierte aus Vereinen und Verbänden, aus Projekten und Initiativen, aus Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie aus den Hochschulen, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen auf dem Kongress Fragen zu diskutieren, mit denen Engagierte unterschiedlichster Bereiche in doch vergleichbarer Weise konfrontiert sind. Der Kongress schuf damit einerseits die Verbindung zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu diesen Themen und dem Erfahrungs- und Handlungswissen aus der Praxis und förderte andererseits den Austausch zwischen Engagierten zu Themen und Fragestellungen der Engagementpraxis.

Das dieser partizipative Ansatz der Mitgestaltung des Programm des Engagementkongresses positiv aufgegriffen wurde, zeigt sich an den 48 Workshops, die durch Vereine, Verbände, Projekte, Initiativen und Hochschulen angeboten wurden.

Ein „Markt der Möglichkeiten“ mit 48 Infoständen bot zudem die Gelegenheit zu Information und Austausch über die Vielfalt des (hessischen) Engagements. Er war gleichzeitig zur Begegnungsstätte zum Aufbau und zur Pflege von Netzwerken.

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